Über uns - Bonner Kaffeeschule

Über uns

Mark Czogalla

Master-Coffeologe
Coffeemaster Gold/Escuela de Café de El Salvador und BSOC
Barista, Brewing und Sensory Certification intermediate & professional der SCA (Speciality Coffee Association)
SCA autorisierter Trainer (AST)
Röstausbildung beim Coffee Consulate in Mannheim

Unser Selbstverständnis
Die Bonner Kaffeeschule versteht sich als Teil des Third Wave Coffee Movement: Kaffee ist für uns kein einfaches, immer griffbereites und immer bitter schmeckendes Konsumgut. Es gehört vielmehr – richtig angebaut, aufbereitet, geröstet und zubereitet – in die Champions League der Getränke. Vergleichbar mit einem guten Wein oder einem guten Whiskey.

Wie jetzt? Dritte Welle?
1930-1960: Während der ersten Kaffeewelle wird gemahlener und vakuum-verpackter Kaffee als billiges Massenprodukt in die Haushalte gebracht. Auf einmal kann sich jedermann ein Getränk leisten, das vorher nur der Oberschicht vorbehalten war.

1960-1990: Um sich von den großen industriellen Kaffeeröstereien zu unterscheiden, entstehen kleine und mittelständische Kaffeeröstereien, die Ihr Augenmerk immer mehr auf Geschmack und Qualität ausrichteten. Zeitgleich erklimmen auch Starbucks und Co. mit ihren Gastronomiesystemen und dem „low-fat-vanilla-bean-frappuccinos“ die zweite Kaffeewelle. Italienische Kaffeebarkultur wird kopiert, mit Elementen amerikanischer Gastrokultur gemixt und wieder um die Welt geschickt. Der Hype der zweiten Welle gipfelte im ToGo-Geschäft mit Pappbechern und Kaffeegetränken, die mit ihrem hohen Anteil an Milch, Sirup und künstlichen Aromen, den eigentlichen Kaffeegeschmack hintenan stellen. Die Kaffeequalität selbst wird nachrangig.

Die beiden ersten Wellen haben dazu geführt das Kaffeegeschmack und -qualität in den Hintergrund geraten. Gleichzeitig wurde aber auch der Boden bereitet für die weitere Entwicklung: Kleine Röstereien entstehen und Kaffee wird in der Pappbechervariante wieder Teil der Populärkultur und befreit von seinem Draußen-nur-Kännchen-Image.

1990 – heute: New Wave, third Wave. Zentraler Gedanke der dritten Kaffeerevolution ist die Rückbesinnung auf den bewussten und nachhaltigen Genuss von hochwertigem Kaffee. Hohe Qualität des Rohkaffees, Sortenreinheit, transparenter Handel, schonende Röstung in kleinen Mengen, statt industrieller Großröstung zeichnen die aktuelle Entwicklung aus. Hinzu kommt die Kunst der Zubereitung, die ein tiefes Wissen der theoretischen und praktischen Zusammenhänge voraussetzt. Wesentlich geprägt wird die sogenannte Third Wave von einer jungen Generation Baristi, Kleinröstern und Coffeebars.

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El Salvador – Kaffeeernte trocken (als honey process) aufbereitet

Ein weiterer Begriff, der in diesem Zusammenhang oft genannt wird, ist das „Microroasting“, bei dem Qualität und Geschmack im Vordergrund stehen. Es geht um kleine Röstereien, die ihren Kaffee selbst rösten und mit ihrem handwerklichen Können hochwertigen Rohkaffee erst zur vollkommenen Entfaltung bringen.

Vor diesem Hintergrund steht die Bonner Kaffeeschule neben einer kleinen, feinen Rösterei: Direkter Erfahrungsaustausch, Spaß an gemeinsamen Kaffee-Erkundungen und das gemeinsame Ziel, der Bonner Kaffeekultur neue Impulse zu geben. Die Qualifikationen – vom Coffeologen bis zum SCAE autorisierten Trainer (AST) – bilden dabei das Grundgerüst unserer Arbeit. Der kollegiale Austausch – sei es gleich in der Rösterei, sei es mit unseren Workshopteilnehmern oder mit Kolleginnen und Kollegen der „dritten Generation“ – ist die Inspiration für die Arbeit der Kaffeeschule. Schauen Sie doch einfach mal vorbei!